Rolfing® Story: Erfahrungsbericht von Charles aus Ulm

Hallo ich bin Daniel - meine Freunde nennen mich Charles.

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Ich hatte nach einem schwerem Schädelhirntrauma eine starke Spastik, eine Wahrnehmungsstörung meiner linken Körperseite und eine Mittellinienverlagerung. Ich habe viel recherchiert und nach Möglichkeiten gesucht und war vor allem neugierig. Aus diesem Grund habe ich auch begonnen zu klettern. Schwimmen und Liegerad fahren gehören jetzt auch zu meinen Hobbys. Zuerst hat mir ein Freund vom Klettern den Tipp gegeben, dass ich doch mal das Rolfing beim Janosch machen sollte. Ich war zunächst unschlüssig, ob sich das auch wirklich lohnt. Als dann jedoch auch eine gute Freundin mir begeistert davon berichtete, wurde ich neugierig.

Die erste Sitzung war super. Janosch hat ein breites Wissen hinsichtlich der Anatomie und bringt dieses mit Hilfe seiner lockeren Art auch sauber und verständlich rüber. Zu Beginn machte er sich zunächst ein Bild, wie ich mich im Raum bewegte und vor allem, wie ich im Raum stand. Dies war auch über alle zehn Sitzungen ein zentraler Punkt. Er hat großen Wert auf den Dialog gelegt und darauf, dass ich meinen Körper selber richtig spüre.

Als positiv empfand ich immer die Ausrichtung des Beckens und auch die Reihenfolge der aufeinander aufbauenden Sessions. Während den zehn Sitzungen hatte ich auch noch Physiotherapie, um das Laufen noch weiter anzubahnen. Sicher ist, dass ich in der Zeit deutliche Fortschritte erzielt habe. Auch die Therapeuten und meine Eltern empfanden das Rolfing als eine sehr gute Unterstützung zur weiteren Bewegungsanbahnung.

Am Ende der zehn Rolfing–Sitzungen war ich zum einem sehr glücklich, da sich mein Muskeltonus im linken Bein deutlich verbessert hat, dass es also besser Spannung wieder loslassen kann und ich eine bessere Aufrichtung bekommen habe. Zum anderen finde ich es auch schade, dass es vorbei ist, weil ich jede Woche immer wieder aufs Neue merkte, dass sich etwas verändert und so neuen Input erhalten habe. Ich laufe nun auch etwas leichter und mein Kopf ist nicht mehr so zur Seite geneigt. Meine Schultern sind entspannter und ich bin nicht mehr ganz so verkrampft beim Laufen und setze meinen Fuß weicher auf. Ich selber merke einige Verbesserungen und auch beim Klettern habe ich das Gefühl mich besser bewegen zu können. Ich würde diese zehn Sitzungen jederzeit weiterempfehlen.

Bald habe ich auch noch angefangen, zu Yogastunden zu gehen, die Janosch ebenfalls anbietet. Dafür hat sich Janosch Gedanken gemacht, in was für einem Setting und wie ich die einzelnen Bewegungen am besten ausführen kann, ohne mich zu verletzen.  Mittlerweile kann ich eigenständig in der Gruppe mitüben – und das trotz Handicap!

Da ich auf Anfrage ein Buch mit dem Titel „SHT: Na und? Mein weg vom Koma bis an die Kletterwand“ (www.facebook.com/schadelhirntraumanaund) geschrieben habe, wurde ich schon mehrmals auf eine Fortsetzung angesprochen. Die Werde ich auch schreiben und Rolfing sowie Yoga mit Janosch werden dabei natürlich auch eine Rolle spielen.

Vielen Dank, Janosch!!!