Rolfing® Story: Erfahrungsbericht von Simona aus Heidenheim

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Wer bist du?
Ich bin Simona, 28 Jahre alt. Ich übe und unterrichte Yoga und mache leidenschaftlich Sport.
Insbesondere trainiere ich viel (Beach-)Volleyball.

Wie bist du zum Rolfing gekommen?
Ich kam über das Yoga zum Rolfing, denn hier beschäftige ich mich bereits viel mit Bewegungen und damit, wie sie im Zusammenhang mit der Person stehen. Ich wollte herausfinden, wie das Rolfing an meinem, aus meiner Sicht gut ausgerichteten, Körper etwas verändern kann. Ich bin an die Sitzungen mit viel Neugierde herangegangen, wollte die Möglichkeiten, aber insbesondere auch die Grenzen des Rolfings erfahren.

Wie hast du die 10 Sitzungen erlebt?
Die 10 Sitzungen waren für mich sehr angenehm, auch wenn es doch einige Stellen gab, bei denen ich spürte, dass es etwas ziepte. Faszinierend fand ich die Unterschiede in der Wahrnehmung zwischen der rechten und linken Körperseite. Außerdem fand ich spannend, dass ich über die 10 Sitzungen Querverbindungen in meinem Körper aufspüren konnte.

Janoschs Arbeitsweise ist sehr angenehm. Er stand immer im Austausch mit meinen Erlebnissen und meiner Wahrnehmung.

Was war für dich das Eindrücklichste?
Sehr eindrücklich war für mich die zweite Sitzung (hier wird an den Beinen und Füßen gearbeitet), in der ich unmittelbar nach dem Aufstehen positive Veränderungen im Gang und im Stand wahrnehmen konnte. Hingegen gab es andere Sitzungen, bei denen die Veränderung subtil war.
So pendelten meine Beine nach der Psoas-Sitzung unbeschwert und fast schwerelos, aber doch bestimmt. Dies gab mir ein gutes Gefühl in meinem Körper, dennoch sah ich es nicht als "die Veränderung” an. Jedoch noch am selben Tag, als ich Yoga übte, merkte ich enorme Unterschiede bei unterschiedlichen Asanas. So hatte ich plötzlich in Baddha Konasana eine ganz neue freiere Ausrichtung gefunden: die Vorbeuge differierte locker 15cm.

Viel mehr und noch viel wichtiger möchte ich aber von meiner inneren Ausrichtung sprechen. Ich war viel entspannter. Ich hatte nicht mehr das Gefühl, dass etwas einseitig blockiert oder reibt. Denn genau dieses Gefühl hatte ich mehrere Jahre in der linken Hüfte und dann war es auf einmal weg. Ich hatte das Gefühl, dass meine Hüfte nun gut eingerichtet ist.

So auch bei den Rückbeugen: Mein Schultergürtel war viel weicher und entspannter, die Öffnung im Brustkorb frei und somit ein recht geschmeidiger Weg in tiefe Rückbeugen ohne die Hände erneut für eine bessere Ausrichtung lösen und neu aufsetzen zu müssen.

Auch im Volleyball spürte ich Veränderungen in meiner Koordination und beim Bewegen im Raum. Ich habe fast das Gefühl als hätte ich einen neuen Bezugspunkt gefunden. Anlauf, Absprung und Schlag sind auf einmal besser aufeinander abgestimmt.

Mit dem Vergleich der Bilder vor und nach dem Rolfing war ich zum Abschluss nochmal sehr positiv überrascht, auch wenn ich zuvor die oben genannten Veränderungen bemerkt hatte. So wusste ich zwar zuvor, dass meine Hüfte in Dropbacks (aus Stand in eine Rückbeuge) auf einer Seite ausweicht. Mir war jedoch nicht klar, dass mein Becken auch im Alltag verdreht und nicht eben war.

So bin ich voll und ganz der Meinung, dass das Rolfing, seinem Job als präventiv Maßnahme, mehr als gerecht wird. Ich hatte zwar nie Schmerzen in der Hüfte, dennoch hat sich mein Wohlbefinden verbessert und bin vermutlich späteren Problemen aus dem Weg gegangen.

Das Rolfing war ein wertvolles Selbstexperiment für mich und meinen Körper. Daher kann ich es nicht nur Menschen empfehlen, die bereits ein Anliegen haben, sondern vor allem auch denen, die gerne ein “Finetuning” für ihren Körper haben wollen.